Aloe Vera – die essbare Heilpflanze

Typischer Garten auf Teneriffa mit Aloe

Bisher hatten wir nur wenig Kontakt mit der Aloe Vera. Zu Hause im Erzgebirge hatte wir zwar ein kleines Exemplar dieses Gewächses als Zierpflanze in unserem Bad stehen, aber von ihren positiven Eigenschaften auf unsere Gesundheit haben wir bisher noch keinen großen Gebrauch gemacht. Auf Teneriffa ist die Situation natürlich eine ganz andere. Hier kommt man an dieser Pflanze überhaupt nicht vorbei denn sie wächst praktisch an jeder Ecke und gehört offensichtlich in jeden gepflegten Garten. Sie wird hier als essbare Heilpflanze verwendet und hat entsprechend viele Verwendungsmöglichkeiten.

Aloe Vera als Speisepflanze

Die Verwendung auf der Haut war uns bekannt aber dass man die Aloe auch essen kann war auch uns neu. Unsere erste Begegnung als Speisepflanze viel auf Grund ihrer Konsistenz und des sehr bitteren Geschmacks eher negativ aus und daher ließen wir eine ganze Zeit lang die Finger von der Aloe.

Die Zubereitung

Die Schale großzügig vom durchsichtigen Gelkern abtrennen

Dann aber kam unsere liebe Freundin Nadine Hagen um die Ecke und hat uns über richtige Verwendung aufgeklärt denn es kommt darauf an wie man die Pflanze zubereitet. Die Aloe Vera besteht nämlich einmal aus dem glasigen „Fruchtfleisch“ das von der harten Aussenschale (vor Sicht vor den Stacheln) plus einem gelben Saft umgeben ist. Beim abtrennen der Äusseren Haut des Blattes tritt ein gelber Saft an der Abschnittstelle aus, den solle man auch unbedingt abtropfen lassen, denn er ist für den bitteren Geschmack verantwortlich. Der Saft ist wohl eine Art Fressschutz vor Insekten und ein “Zu viel” davon kann unter Umständen wohl sehr abführend wirken bzw. sogar zu beschwerlicheren Nebenwirkungen führen. Wir schälen also das Blatt und essen nur den innere glasigen Teil des Fruchtfleisches und lassen einen breiten Rand zur Schale hin stehen. Das ist der Bereich in dem sich der bittere Saft befindet. Das durchsichtige Fruchtfleisch hat einen recht neutralen Geschmack und vermittelt eine angenehme Frische im Mund. An den schleimigen Saft, der beim kauen austritt mussten wir uns allerdings erst gewöhnen.

Gerichte mit Aloe

Smoothie mit Aloe Vera

Seit dem wir wissen wie man die Aloe zubereitet und wir gute Bezugsquellen haben essen wir sie fast täglich und binden sie in unsere Ernährung mit ein.  Entweder klein geschnitten pur oder als Beilage in Smoothies oder Säften. Auch in Smoothies oder Säften kann man sie mit einbinden.  Selbst die Kinder haben ihren Gefallen daran gefunden.

 

Tipp von uns: Beginnt mit kleinen Mengen der Aloe im Smoothie sonst wird der schnell zu schleimig

Hautpflege

Viele kennen die Pflanzen als Inhaltsstoff in Beautyprodukten oder Sonnenschutzcreme. Bei starker Sonneneinstrahlung verwöhnen wir unsere Haut damit und zwar in purer Form. Dafür verwenden wir das Gel, das sich noch an der Schale befindet. Es lässt sich dadurch prima dosieren und auf der Haut verteilen. Es ist interessant zu spüren wie das Gel die Haut strafft. 

Heilwirkung

Die Heilwirkung der Aloe ist ebenfalls schon seit vielen tausend Jahren bekannt und wird vor allem bei Hauterkrankungen, wie Verbrennungen, Erfrierungen, Schuppenflechten, Ekzemen, Insektenstichen, Herpes und Verletzungen angewendet. Aber auch bei innerlichen Beschwerden hilft sie sowohl zur Stärkung des Immunsystems als auch bei Arthrose, Gicht oder Rheuma, also eine wahrer Gesundbrunnen. Das erkennt man auch gleich wenn man sich die Inhaltsstoffe genauer anschaut.

Inhaltsstoffe

Die Aloe Vera enthält 7 der 8 essentiellen Aminosäuren. Diese werden vom Körper selbst nicht hergestellt und sind für die Regeneration der Zelle unabdingnbar. Erleiden wir einen Mangel an essentiellen Aminosäuren, kann es zu schweren Mangelerscheinungen führen. Gras ist das einzige uns bisher bekannteste Lebensmittel, das alle essentiellen Aminosäuren beinhaltet.(Mehr über die Wichtigkeit von Gras in deiner Ernährung erfährst du HIER.) Auch Enzyme sind enthalten die bei der Verdauung und Aufnahme von Fetten, Eiweißen und Zuckern aus der Nahrung helfen. Des Weiteren beinhaltet Aloe Vera folgende Mineralstoffe und Supplemente:

Eisen, Calcium, Magnesium, Mangan, Selen, Zink, Chrom, Kalium, Kupfer und Natrium.

Auch der Vitamingehalt ist nicht zu unterschätzen. So bringt Aloe Vera die wichtigen B-Vitamine 1,2, 6 und 12, Vitamin-C, Vitamin-E und Povitamin A mit.  Obwohl der Vitaminanteil im Vergleich zu Obst und Gemüse deutlich kleiner ist erfüllen sie dennoch wichtige Aufgaben im Körper die der Regeneration dienen und sich in Bezug auf die anderen Wirkstoffe positiv auswirken. Dazu kommen noch einige sekundäre Pflanzenstoffe die für den Körper wichtig sind.

Unser Fazit

Solange wir uns in Gegenden Aufhalten wo die Aloe Vera vorkommt, versuchen wir sie in unseren Alltag als Lebensmittel und auch als Pflegeprodukt mit einzubinden. Allerdings nur das Aloe Vera – Gel und das wiederum frisch und unverarbeitet direkt von der Pflanze.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Ausprobieren und Experimentieren,

Deine Rohkostlinge

 

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