Unser Weg zur rohen Beikost

Hallo ihr Lieben,

nachdem bei uns unzählig viele Fragen zum Thema Kinderernährung und Beikost ankamen, möchte ich mich mit diesem Beitrag dem Thema einmal widmen und die ersten Informationen dazu loswerden.

Die ausschlaggebenden Kriterien für den Beginn der Beikost sind sicher bei jedem etwas anderes und sehr individuell. Optimaler Weise zeigt einem das Kind von alleine, wann es für Beikost bereit ist. Natürlich spielen auch die Fähigkeiten des Kindes eine große Rolle für den richtigen Zeitpunkt der Umstellung. Da sind, unter anderem das persönliche Interesse des Kindes oder auch die Fähigkeit feste Nahrung zu schlucken oder zu kauen wichtig. Meine Tochter begann sich beispielsweise immer mehr für unser Essen zu interessieren. Da war der Zeitpunkt relativ einfach zu erkennen. Grundlegend würde ich aber sagen, dass der späteste Zeitpunkt zum Einführen der Beikost dann gekommen ist, wenn man als Mutter an seine körperlichen Grenzen kommt oder mit gesundheitlichen Defiziten zu kämpfen hat.

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Bei mir war es so. Ein zu großer Gewichtsverlust und Haarausfall brachte mich dazu, über Beikost nachzudenken. Diese Symptome zeigten mir, dass mein Kind durch seine vielen Milchmahlzeiten eine zu große Belastung für meinem Körper war und ihm dadurch zu viele Nährstoffe entzogen wurden. Diese Anzeichen können allerdings auch mit der hormonellen Umstellung nach der Schwangerschaft zu tun haben und müssen nicht zwangsläufig von einer Unterernährung kommen.

IMG_9825Damals war unsere kleine Maus 6,5 Monaten alt und wurde noch voll gestillt. Die erste Beikost war eine zerdrückte Bananen die super gut ankam und auch gleich auf Video festgehalten wurde. Die gab es dann ca. 1-2 Wochen am Stück jeden Tag einmal. Weil es im Umfeld aber üblich war die Mittagsmahlzeiten zu kochen, fing ich ebenfalls damit an. Ich war damals noch der Ansicht, diese frischgekochten Gerichte seinen wichtig für die Entwicklung und da ich sowieso zu Hause war um mich um das Baby zu kümmern, wollte ich keine Fertiggerichte geben sondern schon alles frisch herstellen. Also stellte ich mich hin und kochte Gemüsebreie für sie. Zu Beginn war es ein reiner Gemüsebrei mit Möhre, Pastinake, Süßkartoffel oder Kürbis. Ich gab ihr immer eine Sorte über mehrere Tage bis ich zu einem neuen Gemüse wechselte. Dadurch konnte ich gut beobachten wie sie auf die einzelnen Sorten reagierte und ob es ihr bekam. Sie aß mal mehr mal weniger, aber so richtig schmecken wollte es ihr nicht, egal was ich ihr anbot. Aus den einfachen Gemüsemahlzeiten wurden dann  Kombinationsmahlzeiten. Ich fügte Hirse und Amaranth hinzu die ich erst kochte und dann für sie auch nochmal mixte. Aber sorecht zufrieden war ich mit ihrem Essverhalten noch nicht.

KinderrohkostLangsam war auch meine Motivation dahin jeden Tag frisch zu kochen, wenn sie doch nicht viel davon aß. Was die Nährstoffversorgung  anging war ich ganz beruhigt, denn sie wurde ja noch überwiegend von mir gestillt und konnte sich somit alles was sie benötigte, über diesen Weg holen. Aber so richtig zufrieden war ich mit dieser Lösung nicht. Also informierte ich mich im Internet und las zahlreiche Bücher und Zeitschriften zum Thema Kinderernährung. Dort fand ich dann auch die Bestätigung, das Rohkost die einzig wirkliche Nahrung für Kleinkinder ist.

Screenshot 2015-06-01 19.53.29So führte ich bei uns Rohkost als Beikost ein. Feine cremige Babybreis mit frischem Obst und auch Gemüse wie z.B. Möhren standen jetzt auf dem Speiseplan. Was soll ich sagen, meine Maus liebte die Gerichte und aß endlich auch soviel, dass ich zufrieden war. Außerdem wusste ich wie gut es ihr tat, alle Zutaten in unbehandelter Form zu genießen und somit alle Vitamine und Nährstoffe voll abzubekommen. Ich war so froh und mir viel ein Stein vom Herzen. Durch die vielen verschiedenen Rezepte wurde es auch nicht langweilig. Die Kombination fand einen sehr guten Anklang und die Einführung vom Stillen hin zum Essen vollwertiger Mahlzeiten war gemacht. Das gab mir das gute Gefühl ernährungstechnisch alles richtig zu machen. Es gab von da ab verschiedene Rohkostbreis auf der Basis von Avocado in verschiedenen Variationen. Die sich teilweise auch sehr gut für unterwegs eignen. Sie lassen viel kreativen Spielraum und sind schnell herzustellen, vorausgesetzt man hat einen guten Mixer. Wir verwenden einen Hochleistungsmixer von Vitamix, den wir an dieser Stelle wirklich mal sehr empfehlen können.

IMAG1919Bei der Auswahl der Früchte empfehlen wir mit süßen Sorten wie Banane, Birne oder Datteln zu beginnen. Andere Früchte haben wir erst später dazugegeben weil wir immer darauf geachtet haben wie sich die zarte Haus am Po des Babys entwickelt.

Mit ca. 9 Monaten gab´s dann auch für sie den ersten grünen Smoothie mit Wildgrün, den sie auch mochte und gut vertragen hat. Seit her isst sie je nach Rezept mal mehr mal weniger viel davon.

Mit diesem Blog möchte ich alle Muttis ermutigen, eure Kinder weg von der herkömmlichen gekochten Beikost hin zu einer rohen, viel Vitamin- und Nährstoffreicheren Ernährung zu führen. Wir freuen uns auch sehr den Weg mit euch zu zusammen zu gehen und sind für alle Fragen und Erfahrungen offen.

Liebe Grüße eure

Unterschrift Rohkostlinge Caro

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Hallo Ihr Lieben
    Vielen Dank für diesen tollen Blog. Auch wir haben gute Erfahrung mit Rohkost und Kinderernährung und können dieses nur bestätigen. Unsere Kinder haben die ersten zwei Jahre nur Rohkost bekommen und sind reichlich 3 Jahre gestillt worden. Leider mußten wir sie dann ab 2J. in die Kita geben und seither bekommen sie vegetarische Kost mit immer noch sehr hohen Gemüse und Fruchtanteil. Smoothies mögen unsere auch.
    Leider sind wir derzeit in einer sehr bescheidenen Phase und ich weiß nicht wie wir dahin geraten sind.
    Unserer nun %j. passt gar nichts mehr, was auf den Tisch kommt und das animiert die §J. ebenfalls nichts mehr zu mögen. Kein Rohkostpudding (Avocado, Banane, Kakao) Keine Grütze (frische Beeren mit Chia), nichts ist mehr gut. Immer wird genöllt. Was kann ich tun? Habt Ihr einen Tipp?
    Liebe Grüße aus Crimmitschau.
    Eure Familie Hirsch

    • Die Rohkostlinge

      Hallo liebe Familie Hirsch,

      vielen lieben Dank für den Kommentar. Wir freuen uns immer sehr wenn wir anderen weiterhelfen können.
      Wegen deiner Kinder würde ich mir prinzipiell keine Sorgen machen. Die Kleinen machen immer Phasen durch in denen sie sich selbst entdecken, Grenzen testen und Fehler machen wollen.
      Vormachen ist die Beste Art für die Kinder zu lernen um was es geht. Andere Sachen ausprobieren und testen was da passiert gehört aber auch dazu. Die Kleinen merken sehr schnell was ihnen gut tut und was nicht. Wir lassen die Wünsche unserer Kinder auch zu und geben hin und wieder Dinge die eigentlich nicht in unsere Lebensweise passen. Ich denke aber auch wenn wir zu dogmatisch herangehen dann wird es später einen Ausbruch geben. Immer nach dem Prinzip der Dualität “wo Licht ist, da ist auch Schatten” und wenn die Kleinen nur Licht bekommen wissen sie nicht wie es im Schatten ist.

      Sonnige Grüße,
      Carlos

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