Interview mit Rüdiger Dahlke – Schlüsselmomente

Schlüsselmomente

ein schönes Wort, zugleich aber auch ein sehr eigenwilliges.

“Schlüssel” und “Momente” wie passt das zusammen und was sind überhaupt Schlüsselmomente?

“Der Anfang sind 50% von Ganzen“

Ich finde diese Sprichwort passt ganz gut, um dieses ganz spezielle Ereignis im Leben eines Menschen zu verstehen. Deshalb möchte ich es hier einmal etwas näher betrachten und interpretieren.

Im ersten Moment klingt 50% sehr positiv und man könnte meinen, es wäre sehr einfach einen Entschluss zu treffen um Dinge positiv für sich zu ändern und umzusetzen. Wenn dem so wäre, dann frage ich mich aber trotzdem, warum fällt es dann so vielen Menschen so schwer, alte Gewohnheiten abzulegen oder sich für neue Sichtweisen zu öffnen?

Ich meine, viele Menschen wissen beispielsweise, dass sie sich ungesund ernähren, dass sie zu dick sind oder vielleicht zu wenig Sport machen, ändern aber dennoch nichts.

Die Frage ist doch, wann fällt der Schalter, wann ist die Entscheidung getroffen die Dinge anzupacken und sein Lebe zu ändern.

Meiner Erfahrung nach liegt vor dem Anfang, also vor dem Entschluss etwas zu unternehmen oftmals erst einmal ein sehr langer Weg der unbewussten Wahrnehmung. In diesem Zustand nimmt der Mensch zwar seine Umwelt wahr, hinterfragt sie aber nicht. Erst wenn sich Umstände vielleicht negativ verändern oder eine gefährliche Situation eintrifft wachen die meisten auf und denken bewusst nach.

Je nach individueller Lebenslage und Interesse kann dieser Zustand also durch ganz eigenwillige Ursachen hervorgerufen werden. Manchmal ist es eine schlimme Situation die einem nach Lösungen suchen lässt, manchmal das Leid eines anderen und manchmal auch der eigene Leidensweg der einen aufhorchen lässt. Was automatisch auch bedeutet, dass vor diesem Entschluss scheinbar eine Phase liegen muss, in der man nicht auf der Suche ist oder kein Interesse da ist etwas für sich oder andere zu ändern.

Der Ausdruck für diesen Lebensbereich, in dem kein Interesse da ist, in dem man keine Veränderung vornehmen möchte, wird umgangssprachlich auch “Komfortzone” genannt. Ein Lebensbereich in dem alle Parameter im sogenannten „grünen Bereich“ liegen und der Zustand gerne als “Normal” bezeichnet wird. Die Parameter die ich meine sind unter anderem Sicherung der Lebensgrundlage wie Essen und Trinken oder ein sicheres Dach über dem Kopf. Es können aber auch soziale Elemente wie Anerkennung, geregeltes Einkommen und medizinische Versorgung sein. Nicht zu vergessen das persönliche Befinden was sich in Vitalität, Körpergefühl oder guter Laune ausdrücken lässt.

Sind diese Faktoren in einem annehmbaren Bereich, machen die meisten Menschen meist keine Anstalten irgend etwas zu unternehmen. Warum auch, is ja alles OK.

Erst wenn die Parameter in eine unangenehme Region wandern, werden Menschen wachsam. Dann denken sie eventuell darüber nach ihre Komfortzone zu verlassen. Wie auch immer der Ansatz ist, das was im Kern passieren muss ist der Auftrag ans sich selbst die Ursache, den Grund oder die Zusammenhänge die zum verlassen des „Grünen Bereiches“ führen, herausfinden zu wollen. Passiert das nicht, läuft man Gefahr gegen die Wand zu fahren.

Was dabei passiert ist, und so habe ich es persönlich kennengelernt, dass unser Gehirn von da ab auf Suchen eingestellt ist und solange Informationen aufnimmt, und auswertet, ob nun bewusst oder unterbewusst, bis wir irgendwann am besagten Schlüsselmoment ankommen. Dem entscheidenden Moment an dem unsere Logik oder der bewusste Verstand das entscheidende Puzzelsteinchen gefunden hat die dazu führen, die Zusammenhänge zu erkennen und die komplexen Zusammenhänge mit unserem Verstand zu erfassten. In diesem oftmals bemerkenswerten Moment begreifen wir wie die Lösung für das Problem aussehen kann und die Entscheidung zum Handeln ist gefallen. Das heißt der schwierigere Teil ist damit schon erledigt.

Deshalb nimmt der Anfang in diesem Sprichwort auch schon 50% ein.

Bei der Suche nach Lösungen und Erkenntnis sind Bücher, Lernvideos und Expertenratschläge natürlich unheimlich effizient und hilfreich. Bei der Nutzung dieser Kanäle sollte man sich allerdings bewusst machen, dass das Wissen in dem Fall immer aus zweiter Hand kommt und damit keine objektive und selbst erlangte eigene Meinung erlangt wird, sondern nur eine auf den Erkenntnissen anderer basiert.

Wie auch immer deine Schlüsselmomente aussehen und welche Erkenntnisse du auch immer erlangen mögest. Was ich dir mit diesem Beitrag mitgeben möchte ist, behalte ein wachsames Auge und einen achtsamen Geist egal ob es gerade gut geht oder die Parameter rot sind. Denke selbst, hinterfrage alles und jeden und las dir nix einreden.

In dieser Gesellschaft wird die Meinung nur zu gerne von unzähligen Medien beeinflusst und manipuliert. Wenn das Bauchgefühl nicht mit dem übereinstimmt was der Kopf denkt, ist etwas faul.

Im folgenden Interview frage ich Rüdiger Dahlke wie seine Schlüsselmomente aussahen und warum er sich für ein veganes Leben entschieden hat.

 

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