Natürliche Haarpflege

Seit Jahren stehe ich immer wieder in den Drogerien und Bioläden vor dem Regal der Haarpflegeprodukte und stelle mir folgende Frage:

Was ist gut für mein Haar?

Spülung, Kur, Öle, Masken, was für trockenes, was für strapaziertes, was für Locken, etwas für gefärbtes???  So viele Produkte, alle versprechen sie Wunder und irgendwie passen auch alle aufgedruckten Werbesprüche irgendwie zu einen. Ausprobiert hab ich in all den Jahren vieles, wirklich zufrieden war ich aber nie. Alle 2-3 Tage Haare waschen, föhnen und stylen. Waren die Haare wieder fettig das ganze Prozedere wieder von vorne. Waren die Spitzen brüchig ging es zum Friseur, abschneiden. Bisher hatte ich mir über diesen Prozess wenig Gedanken gemacht, denn irgendwie machen es ja auch alle so,

oder doch nicht?

Seit ich Mutter von 2 Kindern bin, beschäftigen mich die Inhaltsstoffe von Körperpflegemittel schon sehr. Creme, Salben und Pflegeöle für die Kinder sind rein pflanzlich und biologischer Herkunft. Aber bei meiner eignen Haarpflege war ich mir immer noch nicht so richtig sicher was ich genau machen könne. Vor ca. 1 Monat entschied ich mich dafür, keine Chemie mehr für meine Körperpflege zu verwenden.

Aber wie geht das?

IMG_5132Diese Frage stellte ich mir sehr oft und die Antwort darauf ist, wie meistens recht simpel. Die Menschen haben sich auch schon vor dem Chemiezeitalter gepflegt, also suchte ich da nach Alternativen und habe sie auch gefunden. Ich wasche meine Haare jetzt mit Erde und Rinsen. Die Erde besteht aus fein zermahlener Lavaerde. Die hat die Eigenschaft, den Fettfilm der Haare sowie Schmutz aufzunehmen, ähnlich wie ein Löschblatt. Damit bleibt der natürliche Säureschutzmantel der Haut und die Schutzschicht der Haare erhalten und wird nicht, wie es bei den meisten Seifen und Shampoos der Fall ist, angegriffen oder zerstört.

Zusätzlich mache ich eine Rinse, also eine Art natürliche Spülung. Diese kann man ganz einfach herstellen und zwar mit dem Saft einer Zitrone oder wer mag Apfelessig und einem Liter kaltem Wasser. Das geb ich dann nach dem Waschen mit Lavaerde, über meine Haare und wasche sie nochmal mit kaltem Wasser ab.

Seitdem fühlt sich mein Haar super weich an und fettet weniger schnell nach. Mein gestecktes Endziel ist eine Haarpflege nur mit Wasser. Dafür muss sich meine Kopfhaut aber erst komplett regenerieren und gesunden. Wenn sie sich vollständig erholt hat stelle ich mich dann auf diese Art der Pflege um.

Kamm und Bürste

IMG_5124Neben der Wäsche braucht es aber auch noch eine gute Pflege mit Kamm und Bürste. Deshalb habe ich all meine Plastikkämme und Bürsten aussortiert und verwende statt dessen nur noch einen Holzkamm
und eine sehr dichte Wildschweinborsten Bürste
durch. Damit kämme und bürste ich meine Haare  2x am Tag bis zu hundert mal richtig durch. Die Bürste hat die Eigenschaft den natürlichen Fettfilm aufzunehmen und über die gesamte Länge des Haares abzugeben. Gleichzeitig wird dabei die Kopfhaut massiert, wodurch sie besser durchblutet wird und die Haare gleichzeitig besser mit Nährstoffen versorgt werden. Anmerkung: Die Bürsten gibt es natürlich auch als vegane Variante, damit kam ich aber leider nicht zurecht. Für die Reinigung verwende ich, ein Bürstenreinigungs Set, dass ich nur empfehlen kann.

Mein Fazit

IMG_5135Meine Erfahrung nach bisher einem Monat natürlicher Haarpflege: Meine Haare fühlen sie sich wunderbar griffiger an, sie glänzen mehr, werden langsamer fettig und fühlen sich sehr weich an. Schöner Nebenefekt, endlich muss ich mir keinen Kopf mehr über die vielen Haupflege-Produkte machen die der Markt zu bieten hat und über die gesundheitsbedenklichen Chemikalien darin. Damit wird mein Kopf freier und auch mein Einkauf läuft wieder ein bisschen mehr entspannter ab 🙂

Soweit von Mir, ich halte euch auf dem Laufenden,

Eure

Unterschrift Rohkostlinge Caro

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6 Kommentare

  1. Danke für die Inspiration! Ich würde es gern ausprobieren und überlege, ob es geht, sich auch auf Vorrat schon mal diese Erde als Masse zusammen zu rühren. Früh ist immer so wenig Zeit… Denkst du, das funktioniert?

    • Die Rohkostlinge

      Wenn du es vielleicht abends etwas wässriger anrührst könnte ich mir vorstellen, dass es morgens eine cremigere Masse ist. Ausprobiert haben wir es noch nicht. Sollte es funktionieren kannst du uns gern deine Erfahrungen mitteilen. =)

      • Hallo hallo, gestern Abend angerührt, aber es ist nichts aufgequollen… habe es trotzdem benutzt, Haare wurden sauber! Jetzt sind sie nach dem Fönen ganz schön füllig, ich habe es erst einmal so gelassen.
        Nun habe ich diverse Blogs gelesen, dass es sich mit gefärbten Haaren nicht verträgt?
        Woher beziehst du die Lavaerde, hast du Tipps?

        • Die Rohkostlinge

          Wir haben bisher keine schlechten Erfahrungen mit gefärbten Haaren gemacht. In der Familie benutzen es sowohl blond gefärbte als auch dunkel gefärbte und die Haare und die Farbe werden wunderschön. Wir selbst beziehen die Lavaerde aus Bioläden vor Ort oder auch manchmal online.

  2. Gerade das erste Mal 100 Mal gekämmt 😉 Bei Wascherde bin ich schon lange, aber das mit dem Kämmen probiere ich jetzt auch mal aus. Danke für den Tip!!

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