Stillerfahrungen beim 1. Kind

Hallo ihr Lieben,

diesen Blog widme ich meinen Stillerfahrungen mit meinem 1. Kind.

Stillzeit

Für mich war schon vor der Geburt klar, mein Kind wird unter allen Umständen gestillt. Direkt nach der Entbindung, noch im Kreissaal, wurde mir meine Kleine auf den Bauch gelegt. Nachdem wir etwas kuschelten und uns ein bisschen kennenlernten, legte ich sie gleich zum 1. Mal Stillen an. Ich hatte Glück denn sie saugte gleich von allein los. Zu diesem Zeitpunkt war dieser Reflex für mich selbstverständlich, im Nachhinein hörte ich allerdings, dass einige Kinder nicht so einfach und reibungslos saugen können oder wollen.

IMG_8062Im Krankenhaus wurde mir ein Stillrhythmus von 4 Stunden erklärt, den ich einzuhalten hätte. Aber schon nach den ersten Tagen spürte ich wie meine Kleine fühlte und stellte mich auf ihren Rhythmus ein. Sobald sie quengelig wurde, bekam sie von mir die Brust. Es gab bei uns keine festen Zeiten, der  Rhythmus ergab sich eher ganz automatisch. Ich hab einfach auf mein Gefühl gehört und intuitiv gehandelt und so lief es gut. Die Zeitabstände des Stillens variierten so von alle 5 Stunden bis hin zu alle 3 Stunden. Manchmal hatte sie auch schon nach 2 Stunden wieder Appetit und kam dafür anschließend wieder längere Zeit ohne aus. Wie schon gesagt, nahm ich den Stillrythmus recht locker und verließ mich lieber auf mein Gefühl und nicht auf Anweisungen, die mich und mein Kind wahrscheinlich mehr gestresst als dass sie etwas genützt hätten. Leider klappt dies so nicht bei jedem und einige Mütter setzen sich damit auch ganz schön unter Druck mit dem Ergebnis, dass es dann erst recht nicht funktioniert.

IMAG11676,5 Monate lang konnte ich meine Kleine voll durchstillen. Das bedeutet, sie hat in der Zeit ausnahmslos Muttermilch bekommen, keine zusätzlichen Getränke oder ähnliches, nur reine Muttermilch. Darauf bin ich ganz besonders stolz, denn das hatte ich mir auch so gewünscht. Gern hätte ich es auch noch länger getan, nur ging es mit der Zeit doch sehr an meine körperliche Substanz. Glücklicherweise wollte sie nun auch unser  Essen probieren und gab uns somit das Zeichen, dass sie für die erste Beikost bereit war. Sie bekam nun regelmäßig selbst zubereitete Breis, weiterhin Muttermilch und bis zum 1. Geburtstag habe ich auch weiterhin über Nacht gestillt. Der Nachteil bei uns war, dass Durchschlafen fiel erst mal aus. Das war aber ok und wir kamen recht gut damit klar. Die letzten Monate wollte meine Maus sogar nachts im 2 Stundenrhytmus trinken. Das klingt erst mal schlimmer als es ist. War aber in Wirklichkeit gar nicht so anstrengend. Unsere Kleine schläft direkt neben uns im Beistellbett, so dass ich sie nur kurz zu mir ins Bett ziehen musste und sie konnte dann  im Liegen trinken und dabei schliefen wir auch meist zusammen ein. Ich musste mir also keine Gedanken über Fläschchen, Milchsorten und Temperaturen machen, auch nächtliches Aufstehen, Flaschen vorbereitete und reinigen, Folgemilch kaufen etc. stand nicht zur Debatte.

Stillen und Schwanger

Zu ihrem 1. Geburtstag war ich bereits wieder mit unserem 2. Kind im 3. Monat schwanger. Wie ihr vielleicht bemerkt, habe ich also trotz Kind im Bauch weiter gestillt. Weder mir noch meiner kleinen Tochter hat es etwas ausgemacht. Natürlich habe ich mich vorher informiert. Dabei las ich unter anderem, dass die Muttermilch von Schwangeren wohl einen anderen Geschmack hätte den Babys nicht so gerne mögen. Man sagt einige Babys bringt es sogar dazu, sich selbst abzustillen, andere störe es aber überhaupt nicht. Unsere Kleine hat es offensichtlich nicht gestört. Trotzdem kann ich sagen ist die Doppelbelastung, also schwanger zu sein und gleichzeitig ein anderes Kind stillen doch recht anstrengend und belastete mich manchmal sehr. Das äußerte sich bei mir so, dass mir die Nähe meines Kindes und die engen Berührungen zeitweise zu viel wurden und sich in mir ein unangenehmes Gefühl entwickelte.

 

Stillbeschwerden

In der Still-Zeit kam es unter anderem auch zu Brustentzündungen. Diese schmerzhafte Angelegenheit kündigt sich mit einem ziehen in der Brust und körperlicher Schlappheit an. Meist löste sich der Schmerz wieder wenn ich mich einen Tag lang nicht belastete und mich etwas ausruhen konnte. Wirklich belastend waren die entzündeten Brustwarzen,  vor allem wenn die Kleidung darauf herumrieb. Glücklicherweise unterstütze mich meine Hebamme in dieser Zeit sehr und half mir wo sie nur konnte. Sie empfahl mir kalte und warme Kompressen anzuwenden, dass hat mir sehr geholfen. Einfach vor Beginn des Stillens die Brust in ein warmes Handtuch einwickeln und etwas wirken lassen. Dadurch lösen sich die Verhärtungen und die Milch fließt besser. Um die Brustwarzen vor Reibung mit Kleidungsstücken zu schützen verwendetet ich diese Pads: Medela 008.0239 Milchauffangschale, 2 Stück

Sie ermöglichten mir schmerzfreies tragen von Kleidung weil die Brustwarzen vor Reibung geschützt wurden und sie dazu besser an der “frischen Luft” mit genug Sauerstoff abheilen konnten. Innerhalb von 3 Tagen war dann auch wieder alles gut. Die haben mir echt super geholfen und ich kann sie nur jedem weiter empfehlen.

 

Leider ist das langfristige Stillen eher die Seltenheit, von dem was ich somit bekommen habe. Was echt Schade ist, da die Muttermilch wie kein anderes Nahrungsmittel einzig und allein zu 100% auf das Kind abgestimmt ist und es damit alles bekommt was es zu dem Zeitpunkt benötigt. Sie bietet neben einer vollständigen Ernährung auch noch Schutz vor bestimmten Krankheiten.  Zusätzlich ist sie rohe Milch, demnach sind die Babys von Anfang an Rohköstler,  vor allem wenn man zu 100% stillt. =)

Ich kann nur jeden ans Herz legen sein Kind zu stillen, versucht es immer wieder, auch wenn es harte Zeiten gibt wo man alles hinschmeißen möchte. Glaubt mir, ich weiß wovon ich hier schreibe. Macht euch bitte bewusst wie gut es eurem Kind tut und das ihr es nie wieder so leicht und so optimal ernähren könnt.

KinderrohkostUnsere kleine Maus sah deshalb auch von Anfang an immer richtig gesund und rosig aus und hatte in der ganzen Stillzeit nur vereinzelt mal mit Schnupfen  und 1x mit dem 3-Tage-Fieber zu kämpfen.  Aber auch in dieser Krankheitsphase passt sich die Milch dem Kind an und setzt sich aus Gesundheitsfördernden Stoffen zusammen. Bei Schnupfen reichen ein paar Tropfen in die Nase des Kindes und schon ist sie wieder frei und das Kind kann besser atmen. Auch bei Ausschlägen, wunden Po etc. ist Muttermilch das Allheilmittel, bevor irgendetwas anderes an das Kind kommt, selbst bei Mama´s wunden Brustwarzen hilft sie.

Bei der ganzen Thematik habe ich ständig wunderbare Unterstützung durch meine Hebamme erfahren die mich oft ermutigte und mir sehr gute Ratschläge gab. Auch Carlos stand ständig hinter mir und hat mich unterstützt wo es nur ging. Vielen Dank an der Stelle an euch beide =) Ich kann nur jedem solch super Unterstützung wünschen, dann kommt man auch durch schwerere Zeiten.

 

Liebe Grüße eure

Unterschrift Rohkostlinge Caro

 

 

 

PS: Fühle dich herzlich eingeladen, und trage dich in unseren regelmäßigen Newsletter ein. Verbinde dich mit uns auf Facebook, Instagram und Abonniere unseren YouTubeKanal, dann bleibst du gut informiert und bekommst als erster leckere und gesunde Rezepte, Empfehlungen, Tipps und Tricks oder Ernährungsratschläge.

1 Kommentare

  1. Dann ich gleich noch mal.
    Ich habe meinen Engel auch etwa 6 Monate voll gestillt. Dann hat sie von selbst gezeigt, was sie gern probieren möchte und wir haben ihr es so gegeben oder vorgekaut. Ich fand das Brei machen immer so unnatürlich und belastend, schon bei Freundinen. Habe das später auch ab und zu probiert, mit dem Ergebnis, dass sie es nicht aß, wenn ich es nicht aß. Ich stille allerdings immer noch, wenn sie möchte. Sie ist eben 2 Jahre geworden. Langsam wird mir das aber zu viel und mal sehen, wie wir uns einigen können. Ich bin sehr froh es so gemacht zu haben, die ich nie das Problem hatte, jetzt extra für sie etwas zu Essen da haben zu müssen. Wenn es ihr icht geschmeckt hat, habe ich eben gestillt. Da ich eh wenig würze und salze, war das auch nie ein Problem und heute isst sie im vgl. zu unseren Bekannten eine breite Auswahl an Früchten und Gemüse, weil sie eben alles schon mal probieren konnte, wann sie es wollte und Lust dazu hatte.
    Wie lange willst du denn dein erstes Kind stillen?
    Ich finde ja, das der Abstand ziemlich klein ist, von den Beiden. Ich wollte immer warten, bis meine erste so selbständig ist, dass sie nicht eifersüchtig zu sein braucht. Sie hatte mich ja lang genug für sich. Mal schauen, wann das dann genau ist.
    Nochmal liebe Grüße,
    Katrin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.