Veränderungen in der zweiten Schwangerschaft

Hallo ihr Lieben,

mit diesem Beitrag möchte ich Euch gerne von meinen Veränderungen in der zweiten Schwangerschaft berichten. Dazu zählen die Unterschiede der Schwangerschaftsvorsorge, der Geburt und natürlich meine Ernährung in dieser spannenden Zeit. Ich möchte Euch zeigen, wie sich meine Ernährung und meine Gelüste dadurch veränderten und wie sich die richtige Geburtsvorbereitung auf  das seelische Wohlbefinden auswirkt.

Aber der Reihe nach…IMG_8366

Meine erste Schwangerschaft:

Die Vorsorge

In meiner ersten Schwangerschaft wurde ich standartgemäß, so wie es die meisten Erstgebärenden tun, vom Frauenarzt bis zur Geburt betreut. Bei Nebenwirkungen verschrieb der mir pharmazeutische Mittel, viele Ultraschalluntersuchungen standen an und ein bis zwei Vaginaluntersuchungen. Ebenso wie es die Schulmedizin vorschreibt. Ich habe mich nie so richtig aufgehoben gefühlt, Verständnis für alternative Ansichten war nicht immer gegeben und auch häufig verlief der Termin stressig ab, da ja das Wartezimmer voll saß.

Die Ernährung

Obwohl ich mich schon bewusster und relativ gesund ernährte, spielte bei mir beim ersten Kind vegane Rohkost  erst im letzten Drittel der Schwangerschaft eine Rolle. Damals gab neben gesundem Obst und Gemüse trotzdem hin uns wieder Fertigprodukte, Fleisch und Milchprodukte.

Nebenwirkungen

In den erste Schwangerschaftswochen plagten mich lang andauernde Übelkeit, sowie Ausschläge, Sodbrennen, Launenhaftigkeit, Depression, Kreislaufbeschwerden, Krämpfe, Nierenstau und unfallbedingte Rückenschmerzen. Durch meine Ernährung stellten sich auch frühzeitig ein Magnesium- und Eisenmangel ein. Wie wir feststellen mussten, gehört diese Diagnose bei “normaler” Ernährung scheinbar zum Standardprogramm, denn der Markt ist voll von Nahrungsergänzungsmitteln und  pharmazeutischen Präparate deren Kosten sogar von der Krankenkasse übernommen werden. Hier wünsche ich mir für die Zukunft deutlich mehr Aufklärung, denn mit Gemüse-, Wildgrün- und Obstsäften kann man da einiges regeln.

Die Geburt

Da es meine erste Geburt war uns ich zu dieser Zeit noch nicht wusste was auf mich zukommt wählte ich das Krankenhaus als Ort der Geburt. Die technischen Geräte und das fachkompetente Personal überzeugen mich und ich dachte, dass es die richtige Entscheidung war. Als es soweit war fuhren wir also dahin und die Prozedur begann ihren Lauf zu nehmen. Als erstes wurde gleich eine Kanüle gelegt damit man schnell eingreifen kann, falls ein Notfall auftritt. Was für mich heißt, die gehen schon davon aus dass etwas Ungeplantes passiert. Als die Wehen auf sich warten ließen wurde künstlich nachgeholfen und die Wehen setzten ziemlich heftig ein, woraufIMG_8044

weder meine Tochter noch ich eingestellt waren. Aber die Auflagen die in einem Krankenhaus herrschen, zwingen die Angestellten es so zu tun. Auch konnte man keinen Bezug zum Personal aufbauen, da wir 3 Schichtwechsel miterlebten und jede Hebamme andere Anweisungen gab. Alles in allem traf es keinesfalls meine Vorstellung einer natürlichen Geburt und am Ende war ich vollgestopft mit Chemie. Das ganze möchte ich so nicht noch einmal erleben.

Meine zweite Schwangerschaft:

Die Vorsorge

Diesmal soll alles anders sein. In der 2. Schwangerschaft wählte ich die Vorsorge hauptsächlich unter der Betreuung der Hebammen vom Geburtshaus aus in unserer Nähe. Ich vereinbarte mit einer neuen Frauenärztin, dass ich nur zu den 3 pflichtmäßigen Ultraschalluntersuchungen komme und den Rest unter Hebammenbetreuung bleibe. Sollte doch etwas sein, könnte ich jeder Zeit zu meiner Frauenärztin kommen. Diese Vorsorgetermine sind einfach entspannter. Die belastenden Ultraschalle fürs Kind sind auf ein Minimum begrenzt. Ich höre diesmal mehr auf mein Gefühl, das mir sicher sagt wenn etwas nicht stimmen sollte. Die Vaginaluntersuchungen fallen, zum Schutz des Kindes, komplett weg, da sie während der Schwangerschaft zudem sowieso umstritten sind. Jede Einwirkung von außen auf den Muttermund stellt ein Risiko für das Kind dar, was einfach so nicht von Ärzten kommuniziert wird. Mütter sollten meiner Meinung nach in dem Punkt auch mehr Aufklärung erfahren.

Die Hebammen nehmen sich bei jedem Vorsorgetermin eine Stunde Zeit für mich. Man redet entspannt und es werden die notwendigen Untersuchungen, wie abtasten, Urintest, Blutdruckmessung etc. durchgeführt. Im Laufe der Vorbereitungszeit lerne ich zu dem auch nach und nach alle Hebammen des Geburtshauses kennen. Das ist dort so üblich und ich fühle mich damit sehr wohl, denn wenn die Geburt beginnt, habe ich so immer eine, mir bekannte Hebamme zur Seite. Auch bei Schwangerschaftsnebenwirkungen wie Übelkeit, Kreislaufstörungen oder Sodbrennen bekommt man hier nicht gleich Medikamente, sondern es werden anfangs sanfte pflanzliche Mittel verabreicht oder alternative Behandlungsmethoden empfohlen. Diese Form der Vorsorge trifft meine Vorstellung von Schwangerenbetreuung viel mehr und ich fühle mich damit sehr wohl. Selbst meine kleine Tochter kann ich mitbringen, denn dort warten auch jede Menge tolle Spielsachen auf sie. Lange Wartezeiten fallen auch weg, da die Termine super organisiert sind und man fast immer sofort dran ist.

Ernährung 

Gestartet bin ich mit einer 60 – 80% Rohkosternährung. Grüne Smoothies gehörten seit Beginn fast täglich zum Frühstück. Auch versuche ich den Obst- und Gemüseanteil über den Tag so hoch wie möIMG_0022glich zu halten. Die ersten 3 Monaten waren, was die Ernährung angeht aber trotzdem eine neue Erfahrung für mich. Alte Vorlieben und Gelüste erweckten plötzlich wieder in mir und längst aufgegebene Ernährungsgewohnheiten suchten mich heim. Hier und da hatte ich plötzlich wieder Appetit auf Süßes wie Kuchen, Pudding oder dergleichen. Nicht immer gelang es mir den Versuchungen standzuhalten und ich gab manchmal nach um mich nicht zu sehr zu stressen. Manchmal hatte ich sogar so großen Appetit auf Fleisch, dass ich ab und zu einfach nicht mehr widerstehen konnte. Ich nehme an der umgestellte Hormonhaushalt in meinem Körper brachte mich dazu. Was mich aber erstaunte ist, wie sehr mich diese Umstellung beeinflusste und wie wenig ich den Gelüsten plötzlich entgegensetzen konnte. Momentan dünste und koche ich auch manche Gerichte, zu einem geschmacklich bedingt und zum anderen auch der Jahreszeit wegen weil es im Winter eben leider so wenig Frisches im Garten gibt.

Aktuell landen, bis auf die geschilderte Ausnahme, kein Fleisch mehr auf meinem Teller, Milchprodukte esse ich auch wenig evtl. 1 Quark Gericht pro Woche und vermehrt Obst, Gemüse, kleinere Portionen Nüsse und Getreidevariationen in Form von Brot oder gekochte Beilagen. Wenn es getreideähnliche Speisen gibt verwende ich ausschließlich hochwertige Sorten wie Amarant, Hirse, Quinoa, Buchweizen, Grünkerne, braunen Reis oder ersetzte herkömmliche Kartoffeln durch Süßkartoffeln. Seit kurzen keimen wir auch wieder, da ja Sprossen im Winter als Chlorophyllersatz dienen und mein Appetit darauf wieder deutlich gewachsen ist.

Trinken in der Schwangerschaft:

IMG_0221Was Getränke angeht sind meine Favoriten stilles Leitungswasser, ungesüßte Tees und ab und an eine pflanzliche Milch. Durch den niedrigen Blutdruck trinke ich 1 Tasse schwarzen Tee am Tag, die mir früh hilft in die Gänge zu kommen. Viel wichtiger ist es aber auf ca. 3 Liter am Tag zu kommen damit der Kreislauf rund läuft =)

 

Nebenwirkungen

KinderrohkostMit Schwangerschaftsnebenwirkungen hatte ich bis heute wenig zu tun. Sodbrennen beginnt zwar gerade wieder, aber bei weitem nicht so stark wie ich es aus der  ersten Schwangerschaft kannte. Übelkeit, die mich in den ersten Monaten der Schwangerschaft sehr stark belastete und die sich auch während den restlichen Monaten nie so wirklich verlor, verlief diesmal weniger stark. Derzeit fühle ich mich weniger fremdbestimmt als bei der ersten Schwangerschaft.

Ich hoffe das Sodbrennen durch Grüne Säfte in den Griff zu bekommen. Dazu kann ich euch das Buch von Dr. Walker empfehlen Frische Frucht- und Gemüsesäfte: Vitalstoffreiche Drinks für Fitness und Gesundheit . In den nächsten Tagen erwarten auch wir einen Entsafter mit dem es mir endlich möglich ist frische rohe Säfte täglich zu zubereiten. Ich freue mich schon euch davon zu berichten.

Mit dieser Schwangerschaft kam ein neues Phänomen hinzu. Gegen Abend fangen meine Beine an zu kribbeln und ich möchte sie die ganze Zeit bewegen. Man nennt diese Symptome auch ressless legs Syndrom. Ruhelose Beine deuten auf einen Eisenmangel hin und meine Konsequenz daraus, mehr frisches Grün in die Ernährung einbinden. Kreislaufbeschwerden habe ich auch ab und an und kämpfe seit Beginn der Schwangerschaft mit niedrigem Blutdruck, der bei mir aber auch ohne Schwangerschaft nie der höchste war. Wöchentliches schwimmen hat mir am Anfang gut geholfen.

Fazit…IMG_7992

Alles in allem habe ich für mich Verbesserungen in der 2. Schwangerschaft festgestellt, die ich unter anderen auf meine veränderte Ernährung zurückführe. Auch fühle ich mich diesmal viel fitter. Das  liegt aber auch an meinem kleinen Engel, der mich täglich auf Trapp hält =)

Ich kann nur allen Schwangeren empfehlen sich wirklich gründlich mit dem Thema auseinander zu setzten um selbst besser entscheiden zu können was in der Schwangerschaft auf welche Art und Weise passieren soll.

 

 

Hier noch ein paar weiterführende Links:

www.zentrum-der-gesundheit.de

www.walgesangmitstorchenbiss.de   und die Facebook Seite

 

Liebe Grüße Eure Carolin die

 

Unterschrift Rohkostlinge Caro

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Schön deine Seite, bitte trinke kein Leitungswasser, bei uns sehr mit
    Chlor versehen. LG Steffi

    • Die Rohkostlinge

      Hallo Steffi,

      Danke für den Hinweis. Chlor kann man abkochen und damit das Leitungswasser sauberer halten.

  2. Hallo Carolin,

    ich habe heute durch zufall eure Seite gefunden und schon mal bissl rumgestöbert. Erst mal freu ich mich mit euch auf euren zweiten Nachwuchs. Diese kleinen Engel haben uns viel beizubringen, nicht war 😉
    Ich hatte meine Ernährung auf vegan umgestellt etwa 4 Wochen bevor ich schwanger wurde. Das hat mir zwar eine sehr lange Übelkeit in der Mitte der Schwangerschaft verschafft, ich vermute durch die Entgiftung. Ich weiß auch nicht, ob das so gut war für meine Kleine. Habe dadurch aber echt sehr viel Rohkost gegessen und überraschenderweise einen super Eisenwert gehabt. Ich hatte immer einen tierischen Appetit auf Rote Beete – Apfel – Salat mit Organensaft. Hab ich mindestens aller zwei Tage gegessen. Hat mit auch nach der Geburt geholfen, nach einen größeren Blutverlust, wieder auf die Beine zu kommen. Vielleicht hift es dir ja auch.
    Hatte zum Glück schon damal das Gefühl, im Krankenhaus nicht gut aufgehoben zu sein und bin ins Gebrsthaus gegangen. Meine Erzählungen von der Geburt klingen meist ganz anders als bei den Krankenhausgebärenden. Ich fand es so entspannt und hatte so viel Energie, obwohl sich meine Süße 22 h Zeit gelassen hat und ich isgesammt etwa 40 h nicht geschlafen hatte. Leider hatten die Hebammen nicht mehr so viel Energie und haben meine falsch eingeschätz, dadurch kam es bei der Nachgeburt zu Komplikationen. Würde das heut auch anders machen. Aber bei der Ersten hat man eben keine Erfahrung.
    Ich freu mich weiter von euch zu hören und wünsche dir noch alles Gute und eine genussvolle Schwangerschaft. Freu mich auch schon auf die nächste. Vielleicht kommen wir euch mal in eurer Ferienwohnung besuchen. Bin auch gerade dabei mehr in Richtung Rohkost, Zuckerfrei, Getreidefrei und so zu gehen. Mein Mann ist da leider eher ein Nachzügler, das bremmst auch meine Tochter ein bisschen und verursacht häufiger “Rückfälle”, aber wir finden noch eine Variante für die Familienernährung.
    Vielleicht können wir uns ja mal bissl über Stillen, “Erziehung”, Kinderernährung, Kinderbetreuung, Lernen, etc. austauschen. Da bin ich auch grad noch dabei, aber bei uns so die Einzige. Oder ihr schreibt hier mal was.
    Alles Liebe aus Dresden und dem Osterzgebirge,
    Katrin und Familie

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