Wasserverschmutzung und Schadensursachen

Derzeit werden mehrere Hauptquellen genannt, die die Qualität des Grundwassers beeinträchtigen:

Kleinflächige Verunreinigungsquellen gibt es in der Regel durch Altablagerungen, kontaminierte Betriebsgelände und Altstandorte, durch Rüstungsaltlasten, Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen sowie Kanal-Leckagen.

Großflächige Schadstoffquellen stammen insbesondere aus der Landwirtschaft durch Düngung, Klär-schlammausbringung sowie durch Pflanzen- und Schädlingsbekämpfungsmittel. Nitrat und Pflanzen-schutzmittel sind dabei immer noch die häufigsten Substanzen, die das Grundwasser belasten. Dem Grundwasserbericht Nordrhein- Westfalens zufolge, waren 1993 nur 39 % der 24.000 Meßstellen nicht, oder nur schwach mit Nitrat belastet. In Nordrhein-Westfalen wiesen 19 % der Proben erhöhte Konzentrationen an Pflanzenschutzmitteln auf, in Baden-Württemberg sogar 42 %, wobei das inzwischen verbotene Atrazin mit Abstand am häufigsten nachgewiesen wurde.

Darüber hinaus gelangen über den Regen vor allem Schwefeldioxid und Stickoxide ins Grundwasser und verändern die Grundwasserqualität erheblich. Durch die zunehmende Versauerung der Böden werden bereits Aluminium und andere Metalle ins Grundwasser ausgewaschen.

Neuerdings ist auch das immer stärker wachsen- de Verkehrsaufkommen als Gefahr für das Grundwasser ausgemacht worden, wobei die tatsächli- chen Folgen nur schwer abzuschätzen sind. Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle – vor allem Blei – gelangen über den Luftweg in den Boden und ins Grundwasser. Abläufe von Straßen, der Massentransport wassergefährdender Stoffe auf Straßen und Schienen und immer wieder vorkommende Unfälle, belasten das Grundwasser lokal und regional zum Teil erheblich. So werden in Deutschland jährlich über 500 Millionen Tonnen wassergefährdender Stoffe transportiert, wobei im Durchschnitt jährlich rund 500 Unfälle mit Grundwasserverschmutzung bekannt werden.

Da es Jahrzehnte dauert, bis das Grundwasser einmal erneuert ist, ist es äußerst schwierig und teuer einmal aufgetretene Grundwasserschäden zu beheben. Alles, was zur Grundwassersanierung unternommen wird, ist letztlich nur ,,Reparatur” mit wenig Wirkung. Der natürliche Zustand lässt sich praktisch nicht mehr herstellen. Deshalb ist es dringend erforderlich, das Grundwasser vorausschauend zu schützen und nicht erst nachsorgend mit geringen Erfolgsaussichten sanieren zu wollen.

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