Wasserwende

Trotz der globalen Dimensionen der Krise, muss die neue Wasserpolitik dort beginnen, wo das weitaus meiste Wasser verschwendet und vergiftet wird; in den Industrieländern. Soll die Umkehr gelingen, muss jeder einzelne ein neues Verhältnis zum vielleicht wichtigsten und gefährdetsten Gut der Menschheit entwickeln.

Die Erkenntnis von der Endlichkeit der Ressource Wasser bricht sich denn auch langsam Bahn. Wir beginnen, die Verschwendung von Wasser einzudämmen; wassersparende Produktionsverfahren und Haushaltsgeräte, Regenwassernutzung und verlustarme Bewässerungsmethoden sind auf dem Vormarsch. Doch wie beim Energieproblem kann auch hier die technikinduzierte Effizienzrevolution nur ein erster Schritt sein, der durch ökonomische Maßnahmen, wie einen progressiven und absolut höheren Wasserpreis, beschleunigt werden muss. Daneben erfordern die Bevölkerungsexplosion und die Entwicklungsansprüche der Dritten Welt eine neue Wasserkultur. Wasser muss wieder in erster Linie für die wirklich lebensnotwendigen Dinge eingesetzt werden. Sein Schutz als ein für das Überleben der Menschheit zentraler Punkt Eingang in unser aller Bewusstsein finden. Die drohenden Gefahren erlauben keinen Aufschub, sollen nicht in kürzester Zeit Kriege ums Wasser ausbrechen und die Abfallsenke Wasser durch Kollaps von Meeren und Flüssen endgültig verstopft werden.

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